Der europäische Digitale Produktpass steht kurz bevor und wird den globalen Handel für immer verändern. Erfahren Sie, wie Sie sich darauf vorbereiten und warum digital links die Lösung sind.
Digitale Produktpässe betreffen zahlreiche Akteure über Wertschöpfungsketten und Branchen hinweg und bringen Vorteile für Unternehmen, Verbraucher, politische Entscheidungsträger und Recyclingbetriebe.
Einführung
Stellen Sie physische Waren oder Bestandteile eines Endprodukts her oder vertreiben Sie diese, die in der EU vermarktet werden oder vermarktet werden sollen? Dann sollten Sie sich jetzt vor allem mit einem Thema befassen: dem europäischen Digitalen Produktpass und der Frage, wie Sie ihn bestmöglich in die Prozesse Ihres Unternehmens integrieren.
Denn die Einführung des europäischen Digitalen Produktpasses (DPP) ist DAS Handelsereignis des Jahrhunderts. Die Tragweite dieses bevorstehenden globalen Wandels lässt sich kaum überschätzen. Selbst die weltweite Wirkung der Datenschutzanforderungen der DSGVO reicht bei Weitem nicht heran.
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der praktisch jedes in Europa erhältliche Produkt (lokal hergestellt oder importiert) von seinem digitalen Zwilling begleitet werden muss: einer „lebenden“ Online-Version des Artikels, die stets mit relevanten Informationen und passenden Inhalten aktualisiert wird. Nun, das ist keine ferne Vision, sondern in einigen Jahren Realität.
Doch bevor Sie eine außerordentliche Vorstandssitzung einberufen, sollten Sie einige Dinge wissen.
Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles über Gegenwart und Zukunft des europäischen Digitalen Produktpasses und darüber, wie Sie sich auf die massenhafte Digitalisierung von Produkten vorbereiten.
Was ist ein Digitaler Produktpass?
Ein Digitaler Produktpass (oder DPP) ist eine Sammlung strukturierter, aktueller und verlässlicher Daten, die Informationen über Herkunft, Zusammensetzung, Herstellungsprozesse, Eigenschaften, Lebensdauer, Wartung, Anleitungen zur Demontage, Recyclinghinweise und praktisch jedes für die verschiedenen Akteure der Wertschöpfungskette relevante Detail eines Artikels speichert. Diese Fülle an Informationen wird den Beteiligten auf digitalem Weg zur Verfügung gestellt, typischerweise über eine Online-Ressource wie eine Webseite.
Von der Wiege bis zur Bahre
Die Idee eines Produktpasses, der Waren über ihren gesamten Lebenszyklus begleitet, um Rückverfolgbarkeit, Transparenz und fundierte Kaufentscheidungen zu ermöglichen (die sogenannte „Cradle-to-grave“-Nachverfolgung), ist nicht ganz neu. Die Datenerfassung ist entscheidend, um Materialien, Beschaffung, Montage, Verkäufe, Reparaturen und Teileaustausch über die gesamte Lebensdauer eines Produkts zu dokumentieren. So entstehen Transparenz und Einblicke in Produktlieferketten für nachhaltiges Wirtschaften.
In gewisser Weise sind die verpflichtenden Nährwertkennzeichnungen der FDA in den USA und die Pflichtangaben, die durch jüngste europäische Verordnungen gefordert werden, einfache, teilweise Vorformen von Produktpässen.
Die große Neuigkeit: Die Europäische Union hat DPPs ins Zentrum ihres europäischen Grünen Deals gerückt und am 30. März 2022 einen Vorschlag für eine Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) vorgelegt. Dieser Vorschlag legt einen Fahrplan für die Entwicklung und Einführung eines europäischen Digitalen Produktpasses fest und macht DPPs zur Norm in der EU.

Was ist der europäische Digitale Produktpass (DPP) im Rahmen der Ökodesign-Verordnung?
Der europäische Digitale Produktpass ist die Ausprägung des DPP, die der ESPR-Vorschlag als zentrale Initiative einführt, um Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit in ganz Europa zu fördern.
Die übergeordneten Ziele des europäischen DPP sind:
- den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft ermöglichen, die Effizienz beim Material- und Energieverbrauch steigern, die Produktlebensdauer verlängern und eine nachhaltige Produktion insgesamt unterstützen
- Unternehmen aller Art dabei helfen, zirkuläre Geschäftsmodelle umzusetzen, die echten Mehrwert auf Basis verlässlicher und breit verfügbarer Daten schaffen, etwa bessere Wartungs- und Reparaturdienste
- die Bürgerinnen und Bürger der EU befähigen, bewusstere Kaufentscheidungen zu treffen und die ökologischen und sozialen Folgen ihrer Entscheidungen und Verhaltensweisen besser einzuschätzen
- die Konformität von Produkten mit Vorschriften, Standards und allen branchenspezifischen Anforderungen bescheinigen, die von Behörden, Prüfern und Verbrauchern leicht überprüft werden kann
Darüber hinaus schafft der DPP Transparenz in der Produktlieferkette und legt den Grundstein für eine breite Palette nachhaltiger Geschäftsmodelle in der Branche.
Verfügbare Statistiken zeigen, in welchem Umfang Umweltmaßnahmen der Gesundheit einer Region insgesamt zugutekommen können und die europäische Wirtschaft widerstandsfähiger gegenüber verschiedenen Krisen machen.
Tatsächlich halfen allein 2021 Ökodesign-Initiativen für mehr als 30 Produktkategorien den Verbrauchern in der EU, 120 Milliarden Euro an Energiekosten einzusparen, und senkten den jährlichen Stromverbrauch der betroffenen Branchen um 10 %.

Was ist CIRPASS?
CIRPASS ist eine von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms „Digitales Europa“ geförderte Kooperationsinitiative. CIRPASS will Rückverfolgbarkeit und Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg verbessern, indem es die Grundlage für die schrittweise Erprobung und Einführung eines standardbasierten Produktpasses (DPP) schafft, der auf die Anforderungen des Vorschlags für die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) abgestimmt ist.
Ein Bündnis für den DPP
An der Projektzusammenarbeit sind 31 Partner aus Tausenden industriellen, wissenschaftlichen, digitalen, internationalen, normenbezogenen und weiteren Organisationen in Europa und darüber hinaus beteiligt. Das 18-monatige Projekt geht auf den Bedarf der Europäischen Kommission ein: eine klare Definition des DPP, die Definition eines sektorübergreifenden Produktdatenmodells und DPP-Systems mit nachgewiesenem Nutzen für die Kreislaufwirtschaft sowie die Entwicklung von Fahrplänen für die Einführung.
Kurz gesagt ist CIRPASS das Labor, in dem alle infrastrukturellen Bausteine des europäischen Digitalen Produktpasses und ihre operative Funktionsweise definiert werden. Und das mit dem Ziel, einen Kampf um den vorherrschenden Standard zu verhindern.
Zu den Zielen von CIRPASS gehören:
- eine klare, sektorübergreifende Definition und Zusammenfassung des DPP liefern
- ein sektorübergreifendes Produktdatenmodell mit nachgewiesenem Wert für die Kreislaufwirtschaft schaffen
- ein offenes DPP-Datenaustauschprotokoll schaffen
- Anwendungsfälle und Fahrpläne für die Einführung sektorübergreifender DPPs erstellen

Welche Informationen muss ein Digitaler Produktpass enthalten?
Die Datenanforderungen für Produktpässe stehen noch nicht fest. Sie werden für jede Produktkategorie auf Grundlage einer branchenweiten Konsultation der Beteiligten festgelegt.
Einige Datenvorgaben sind jedoch bereits definiert. So sind etwa die allgemeinen und technischen Spezifikationen für die Erstellung, den Zugriff und den Austausch Digitaler Produktpässe in Kapitel III der ESPR dargelegt.
Zu den allgemeinen Anforderungen an Produktpässe gehört die Einhaltung folgender Bedingungen:
- ein DPP muss über einen Datenträger (z. B. einen QR-Code) mit einem eindeutigen Produktidentifikator verbunden sein
- der Datenträger muss physisch auf dem Produkt, der Verpackung oder der Produktdokumentation vorhanden sein
- der Datenträger und der eindeutige Produktidentifikator müssen der Norm ISO/IEC 15459:2015 entsprechen
- alle im Produktpass enthaltenen Informationen müssen auf offenen Standards beruhen, in einem interoperablen Format entwickelt sowie maschinenlesbar, strukturiert und durchsuchbar sein
- die im Produktpass enthaltenen Informationen müssen sich auf das Produktmodell, die Charge oder den Einzelartikel beziehen
Besonders wichtig zu wissen: Weitere Details zu den Datenanforderungen des DPP und zu den Umsetzungsfristen werden unmittelbar von den EU-Mitgliedstaaten über die sogenannten „delegierten Rechtsakte“ festgelegt. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald europäische Länder neue Richtlinien veröffentlichen.
Welche Branchen sind vom europäischen Digitalen Produktpass betroffen?
Mit der Zeit werden alle Produktkategorien von der Einführung des europäischen DPP betroffen sein.
Die Einführung von Produktpässen wird die Lieferketten erheblich beeinflussen, indem Technologien wie RAIN RFID für Verfolgung und Rückverfolgbarkeit auf Artikelebene genutzt werden und so die Transparenz steigt. Diese umfassenden, granularen Daten über den gesamten Produktlebenszyklus können Lieferketten automatisieren, Produktfälschungen bekämpfen und zirkuläre Geschäftsmodelle unterstützen.
Die neuen Anforderungen werden ohnehin schrittweise nach unterschiedlichen sektorspezifischen Vorschriften eingeführt, beginnend mit einigen Schlüsselbranchen des Kreislaufwirtschaftsmodells: Batterien**, Textilien und Bauprodukten.**
Sehen wir sie uns kurz einzeln an.
Digitaler Produktpass für Batterien
Die Grundlagen des DPP für Batterien wurden 2017 gelegt, als die Europäische Batterie-Allianz ins Leben gerufen wurde.
In der Folge wurde die Batterieverordnung veröffentlicht, die vorschreibt, dass ab 2026 alle wiederaufladbaren Batterien mit einer Kapazität von mehr als 2 kWh, sowohl für die Industrie als auch für Elektrofahrzeuge, mit einem Batteriepass ausgestattet sein müssen, der über einen QR-Code zugänglich ist.
Ein eigener Rechtsakt wird die Pflichtangaben dieses Passes bis 2024 festlegen. Zu den Basisdaten gehören:
- Materialbeschaffung
- CO2-Fußabdruck
- Anteil recycelter Materialien im Endprodukt
- Haltbarkeit
- Hinweise zu Weiternutzung und Recycling
Die Möglichkeiten, die der Batteriepass eröffnet, sind enorm: Eine Vielzahl von Diensten rund um die Weiternutzung von Batterien wartet darauf, für Unternehmen und Endnutzer erdacht und entwickelt zu werden.
Digitaler Produktpass für Textilien
Die EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien, die am selben Tag wie die ESPR veröffentlicht wurde, bildet den Rahmen für eine umfassende Reform dieser Branche in Europa, mit besonderem Augenmerk auf Fast Fashion. Denn der europäische Textilverbrauch steht bei den Auswirkungen auf den Klimawandel gleich nach Lebensmittelproduktion, Wohnen und Verkehr.
Ziel der Strategie ist es, dass bis 2030 alle Textilprodukte auf dem EU-Markt ökologisch, sozial und ethisch nachhaltig sind. Die entscheidende Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen, ist die Einführung eines Produktpasses für Textilien zusammen mit einer verpflichtenden EU-Regelung zur erweiterten Herstellerverantwortung.

Digitaler Produktpass für Bauprodukte
Die Anfänge des DPP für Bauprodukte lassen sich auf die Bauprodukteverordnung 305/2011 (CPR) zurückführen. Doch auch die ESPR hat den Bedarf an umweltfreundlicheren und sichereren Bauprodukten festgehalten und diesen Sektor in die erste Welle der Branchenpilotprojekte für den Digitalen Produktpass aufgenommen.
Detaillierte Anforderungen und ein Fahrplan für die Einführung des Produktpasses für Bauprodukte stehen noch aus.
UPDATE! Die EU-Kommission hat eine öffentliche Konsultation gestartet, um aus einer Liste von 20 Produkten die zuerst zu behandelnden Produktkategorien auszuwählen:
Endprodukte
- Textilien und Schuhe
- Möbel
- Keramikprodukte
- Reifen
- Waschmittel
- Matratzen
- Schmierstoffe
- Farben und Lacke
- Kosmetikprodukte
- Spielzeug
- Fischernetze und -geräte
- saugfähige Hygieneprodukte
Zwischenprodukte:
- Eisen und Stahl
- Nichteisenmetalle
- Aluminium
- Chemikalien
- Kunststoffe und Polymere
- Papier, Zellstoff und Kartonagen
- Glas
Die ersten Ergebnisse der Konsultation liegen als Aufschlüsselung der demografischen Merkmale der Teilnehmenden vor.
Welche möglichen Probleme birgt der europäische Digitale Produktpass?
Der europäische Digitale Produktpass hat unzählige Vorteile für Bürger, Unternehmen und Organisationen, von noch nie dagewesenen Geschäftsmodellen über bewusstere und nachhaltigere Konsumgewohnheiten bis hin zu vereinfachten Konformitätsprüfungen.
Die Nutzung und Wiederverwendung wertvoller Ressourcen und Materialien im Sinne von Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit zu optimieren, ist entscheidend, um Abfall zu minimieren und die Lebensdauer von Ressourcen und Produkten durch Ansätze wie Teilen, Reparieren, Wiederverwenden und Recyceln zu verlängern.
Manche Beobachter haben jedoch Bedenken hinsichtlich Datenschutz und geistigem Eigentum geäußert.
Welche Art von Daten über einen Produktpass geteilt wird und wer Zugriff auf welche Datenebene hat, sind entscheidende Aspekte, um beispielsweise zu verhindern, dass Informationen durchsickern, die offenlegen, wie ein Unternehmen seinen Wettbewerbsvorteil erzielt.
Stefan Šipka (Policy Analyst am European Policy Centre) hat beschrieben, dass die Lösung darin besteht, je nach Zielgruppe unterschiedliche Zugriffsebenen auf die in DPPs gespeicherten Informationen zu gewähren.

Wie bereitet man sich auf die Einhaltung des europäischen Digitalen Produktpasses vor?
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, wissen Sie, dass die Standards für den europäischen Digitalen Produktpass noch in Arbeit sind. Wir wissen, dass eine Revolution bevorsteht. Was wir nicht wissen, ist, wie genau sie ablaufen wird.
Digitale Produktpässe betreffen zahlreiche Akteure über Wertschöpfungsketten und Branchen hinweg und bringen Vorteile für Unternehmen, Verbraucher, politische Entscheidungsträger und Recyclingbetriebe.
Eines ist jedoch sicher: Eine flexible, nachhaltige und bewährte Lösung, die Ihnen hilft, die Herausforderungen des DPP zu meistern, ist bereits verfügbar und einsatzbereit. Die Rede ist vom GS1 digital link-Protokoll, das von der weltweiten GS1-Organisation etabliert wurde. Und von digital link QR-Codes und Produktseiten, wie wir sie bereitstellen.
Schlüsseln wir die bisher verfügbaren DPP-Anforderungen auf, um zu sehen, wie digital links sie mühelos erfüllen.
Digitaler Produktpass vs. digital link
Digitale Produktpässe müssen mit einem eindeutigen Produktidentifikator verbunden sein
Das GS1 digital link-Protokoll bettet die am weitesten verbreiteten und verlässlichsten Produktidentifikatoren, die von der GS1-Organisation gepflegt werden (wie die GTIN), in eine Webadresse ein. ✅
Digitale Produktpässe müssen über einen Datenträger wie einen QR-Code verbunden sein
Digital links werden typischerweise in GS1 QR-Codes kodiert, die auf Produktverpackungen, Etiketten, Handbüchern und jeder Produktdokumentation gedruckt werden können. ✅
Der Mehrwert dabei: Digital links verbinden Besucher mit unterschiedlichen Ressourcen. Derselbe QR-Code, der auf den Digitalen Produktpass verweist, kann wie ein herkömmlicher Barcode funktionieren, wenn er von einem Kassenscanner gelesen wird.
Diese Eigenschaft von digital links wird auch entscheidend sein, wenn es um die oben genannten Fragen des geistigen Eigentums geht: Verschiedenen Zielgruppen können unterschiedliche Zugriffsebenen gewährt werden, indem man die intelligenten Weiterleitungsfunktionen von digital links nutzt.
Doch damit nicht genug. Digital link QR-Codes, die auf unserer Plattform erstellt werden, sind zudem dynamisch (ihr Inhalt lässt sich ändern und aktualisieren, ohne die Codes neu zu drucken) und werden mit einer Produktseite geliefert, die sich bearbeiten lässt, um über den DPP selbst hinaus weitere Inhalte und Ressourcen aufzunehmen: Videos, Onlineshops, soziale Medien, Tutorials, Aktionen, Nährwertangaben, Umweltkennzeichnungen. Die Möglichkeiten sind grenzenlos.
Der mit einem DPP verbundene eindeutige Produktidentifikator muss der Norm ISO/IEC 15459:2015 entsprechen
Das ist einfach: GS1 und ISO (die Internationale Organisation für Normung) sind seit Langem Partner, und GS1-Standards sind ISO-konform.
Hier finden Sie eine Liste der von ISO anerkannten GS1-Standards und weiterer Normungsgremien. ✅
Alle im Produktpass enthaltenen Informationen müssen auf offenen Standards beruhen sowie maschinenlesbar, strukturiert und durchsuchbar sein.
GS1-Standards sind per Definition offen, und die Informationen, deren Verbreitung sie ermöglichen, sind strukturiert, maschinenlesbar und durchsuchbar. Es ist kein Zufall, dass SEO-Fachleute digital links als das nächste große Ding betrachten. ✅
Bestehende Standards und Datenbanken, die von GS1 gepflegt oder überwacht werden, sichern die Nachhaltigkeit des gesamten Projekts europäischer Digitaler Produktpass.
So verdeutlichte etwa eine aktuelle Studie von Deloitte, dass die prognostizierten Kosten für die Einführung des DPP bei Verwendung globaler, offener und dezentraler Standards zwischen 3 und 7 Milliarden Euro liegen würden. Gleichzeitig würden sie auf etwas zwischen 63 und 152 Milliarden Euro (!!!) hochschnellen, wenn man konkurrierende proprietäre Standards und Systeme zugrunde legte.
Die im Produktpass enthaltenen Informationen müssen sich auf das Produktmodell, die Charge oder den Einzelartikel beziehen.
Das für digital links festgelegte Datenmodell erlaubt es Herstellern, granulare Informationen über das Produkt direkt im digital link selbst zu ergänzen, mithilfe von Qualifikatoren und Attributen. So kann ein digital link ein Modell, eine Charge, ein Los und sogar einen einzelnen Artikel abbilden. ✅
Ausblick und Herausforderungen bei der Umsetzung
Die Einführung des Digitalen Produktpasses auf dem EU-Markt bietet erhebliche Vorteile, insbesondere bei der Steigerung der Material- und Energieeffizienz. Angetrieben von der Ökodesign-Verordnung zielt diese Initiative darauf ab, die Transparenz entlang der Lieferkette zu erhöhen und sicherzustellen, dass wichtige Produktinformationen jederzeit verfügbar und zugänglich sind.
Ein entscheidender Aspekt dieser Verordnung ist es, sicherzustellen, dass Produkte Nachhaltigkeitsstandards erfüllen, den Einsatz von Rohstoffen optimieren und detaillierte Daten zu Produktlebenszyklus und Umweltwirkung liefern. Der wirksame Umgang mit diesen Elementen unterstützt nicht nur die Einhaltung von Vorschriften, sondern erlaubt es Unternehmen auch, ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu zeigen.
Darüber hinaus müssen Unternehmen die spezifischen Anforderungen an den Materialeinsatz verstehen und dafür sorgen, dass alle relevanten Details im DPP erfasst werden. Dazu gehören unter anderem die Effizienz des Ressourceneinsatzes und die Rückverfolgbarkeit des Produkts von der Herkunft bis zum Lebensende.
Zusammengefasst: Während wir uns auf diesen Übergang vorbereiten, ist es für Unternehmen von entscheidender Bedeutung, ihre Prozesse an diese neuen Vorschriften anzupassen und die sich daraus ergebenden Chancen für Innovation und mehr betriebliche Effizienz zu nutzen. Das sichert nicht nur die Einhaltung europäischer Standards, sondern trägt auch dazu bei, einen transparenteren und nachhaltigeren Markt innerhalb der Europäischen Union zu schaffen.

Digital link QR-Codes sind die idealen Wegbereiter für den Digitalen Produktpass
Wir haben gerade gezeigt, dass digital link QR-Codes zu 100 % den EU-Anforderungen an DPPs entsprechen. Doch damit nicht genug. Digital links selbst werden schon bald praktisch verpflichtend sein.
Der weltweite Einzelhandel und GS1 haben eine Frist bis 2027 für den Übergang von den alten Barcodes zu digital link QR-Codes gesetzt, den sogenannten „Sunrise“. Auch digital links werden zur Norm.
Wenn Sie also schon jetzt beginnen, digital link-Prozesse in Ihrem Unternehmen einzuführen, schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe und machen sich mit einem einzigen klugen Schritt sowohl für den EU-Digitalen Produktpass als auch für Sunrise 2027 bereit.
Digital link QR-Codes für Ihr Produkt mit unserem System zu erstellen, ist einfach und schnell. Sie können es selbst mit unserem Demo-Generator für digital link QR-Codes ausprobieren. Geben Sie einfach die GTIN-Nummer eines Produkts ein und Sie erhalten einen digital link, einen QR-Code und eine automatisch befüllte, bearbeitbare Produktseite.
Haben Sie konkrete Fragen oder besondere Wünsche? Kontaktieren Sie unsere Fachleute unter support@digital-link.com. Wir entwickeln maßgeschneiderte Lösungen.





